Ferien-Bauernhof Kahlsmühle

Berichte

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Ferienhof Kahlsmühle

Urlaub auf dem Bauernhof

Am Freitag, den 29. Februar 2008 sendete der Hessische Rundfunk in der Reihe “Hessentipp” einen ausführlichen Bericht über unseren Ferien-Bauernhof. Der Beitrag trug den Titel: “ Ferien auf dem Bauernhof - in der Kahlsmühle wartet das echte Landleben ”.
Unsere Tiere wurden gezeigt, Frau Wagners berühmter Kuchen gekostet, die Ferienwohnungen und Zimmer waren zu sehen. Wanderungen auf den umliegenden Wanderwegen wurden mit der Kamera begleitet und Frau Wagner kam ausführlich zu Wort. Kurz, es war ein gelungener Bericht.
Da verzeihen wir dem Hessischen Rundfunk sogar, dass er ein paar Texte von unserer Homepage gemopst hat.
Lesen Sie auch den Bericht zur Sendung auf hr-online.

Ihr konntet uns bald wieder im Fernsehen sehen.
Der Sendetermin für die “Schau dich schlau” Sendung „Dreck gegen Chemiekeule“
war am Sonntag den 08. Februar 2009, ab 17:00 Uhr auf RTL II. Hier finden Sie das Video “Dreck ist gesund” davon.
 

 

So manches Großstadtkind macht bei „Ferien auf dem Bauernhof" sensationelle Entdeckungen

Auch ohne lila Kühe boomt der Landurlaub

Stadtallendorf-Erksdorf. „Mutti schau mal, die Kühe sind ja gar nicht lila!" Der kleine Junge aus Berlin traut seinen Augen nicht, als sich die große Stalltür öffnet und der Knirps zum ersten Mal in seinem noch jungen Leben eine Herde Kühe leibhaftig vor sich stehen sieht. Zusammen mit seiner Mutter hat es den Berliner Steppke auf die idyllisch gelegene „Kahlsmühle" im Stadtallendorfer Ortsteil Erksdorf (Landkreis Marburg-Biedenkopf) verschlagen. Doch was zieht Großstädter ausgerechnet ins mittelhessische Mühlental? Die Antwort ist einfach: „Ferien auf dem Bauernhof".

„Wir haben nicht nur Gäste aus Berlin, Kiel oder dem Frankfurter Raum, sondern sogar aus Norwegen, Frankreich, Holland, Großbritannien oder den USA", erzählt Ingrid Wagner, die zusammen mit ihrem Mann Heinrich seit über zehn Jahren Feriengäste auf ihrem Hof willkommen heißt.

Der Einstieg ins Tourismusgeschäft kam für die Familie Wagner eher zufällig zustande. „Ich wollte eigentlich schon immer ‘Ferien auf dem Bauernhof‘ bei uns realisieren, doch mein Mann stand der Idee eher skeptisch gegenüber – bis ich ihn dann überlistet habe", erzählt Ingrid Wagner.

Und das kam so: Da mittlerweile die Familie um drei Kinder angewachsen war, entschlossen sich die Wagners 1990 dazu, ihren Dachboden auszubauen. Doch statt zusätzlichen Wohnraums für die Familie entstand daraus eine Ferienwohnung.

Die ersten Gäste ließen nicht lange auf sich warten. „Während einer Mutter-Kind-Kur mit unserem jüngsten Sohn Marcel habe ich ein wenig die Werbetrommel für unseren Bauernhof gerührt und prompt kamen auch schon die ersten Anfragen", erzählt Ingrid Wagner.

Doch noch lief das Tourismusgeschäft auf der „Kahlsmühle" eher nebenher. Heinrich Wagner arbeitete tagsüber in einer Schreinerei. Der Hof mit 14 Hektar Land und einem Hektar Wald lief lediglich als landwirtschaftlicher Nebenerwerb.

Hof weiter ausgebaut

Das änderte sich Ende 1996 schlagartig, als Wagner seinen Job verlor. Nun musste der Hof als Haupteinnahmequelle der Familie herhalten. Das Geschäft mit „Ferien auf dem Bauernhof" boomte jedoch und so investierten die Wagners immer mehr Zeit, Arbeit und Geld in den Ausbau ihrer Zimmer-Kapazitäten. Mittlerweile sind auf der „Kahlsmühle" unter anderem drei Ferienwohnungen und fünf Doppelzimmer entstanden.

Von Mai bis Oktober geben sich die Feriengäste – zumeist Familien mit Kindern – auf dem Fachwerkshof die Klinke in die Hand. Die können nicht nur die familiäre Gastfreundschaft oder die Idylle im Mühlental bei Rad- und Wandertouren genießen, sondern auch aktiv am Alltag auf dem Bauernhof teilnehmen. Jeden Abend dürfen die Kinder mit dem Traktor mitfahren, wenn das Grünfutter für die Tiere geholt wird. Neben den Kühen haben es den jüngeren Gästen vor allem auch die Hängebauchschweine „Stinky" und „Pinky" sowie Esel „Toni" angetan. Pferde, Schweine, Ziegen, Hühner, Kaninchen und Schafe runden den „Tierpark" ab.

Nicht selten kommt es auch vor, dass Feriengäste während ihres Urlaubs freiwillig zu Pinsel oder Hammer greifen und handwerkliche Ausbesserungsarbeiten auf dem Hof in Angriff nehmen.

„Wir leben für unsere Gäste und wollen ihnen einen Bilderbuch-Bauernhof bieten", sagt Ingrid Wagner. Heuernte, Reiten, Butter- und Nudelnmachen, Lagerfeuer, Nachtwanderung, Bauernhofrallye, Heubasteln und noch einiges mehr lässt sich die Familie Wagner für ihre Feriengäste einfallen. Und wenn es einmal regnen sollte, dürfen die Kinder auf dem Heuboden herumtollen und dort mit Katzen spielen.

Ein 24-Stunden-Job

Über einen Mangel an Arbeit können sich die Wagners deshalb nicht beklagen. „Das ist ein 24-Stunden-Job. Aber er macht mir sehr viel Spaß, das ist mein Lebensinhalt", schwärmt Ingrid Wagner. Leidenschaftlicher Einsatz sei aber auch von Nöten, denn „schließlich wollen unsere Tiere auch im Winter versorgt werden, wenn wir keine Feriengäste haben".

Neben der Urlaubsbranche haben sich die Wagners mittlerweile noch ein zweites Standbein geschaffen. Die Räumlichkeiten, wie das gemütliche Bauerncafé oder der verglaste Wintergarten, werden auch häufig für Familien- oder Vereinsfeiern genutzt

Artikel von Michael Tietz
“Marburger Neue Zeitung” vom 14.9.2001
 
 
Weitere Zeitungsartikel gab es anläßlich der Feiern zum 150-jährigen Bestehen der Karlsmühle.

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